Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: April 2026

1. Geltungsbereich

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für sämtliche Verträge, Angebote, Leistungen und sonstigen Geschäftsbeziehungen zwischen

Argjend Syla

Einzelunternehmer

Luegerstraße 25

9020 Klagenfurt, Österreich

E-Mail: office@lakesideagents.ai

– nachfolgend „Auftragnehmer“ –

und seinen Kunden

– nachfolgend „Auftraggeber“ –

im Zusammenhang mit Webdesign, Webentwicklung, AI-Integration, Chatbot-Entwicklung, Automatisierung, Beratung, Wartung, Support sowie sonstigen digitalen Dienstleistungen.

1.2 Sofern nicht ausdrücklich schriftlich etwas anderes vereinbart wurde, gelten ausschließlich diese AGB. Abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, selbst wenn ihrer Geltung nicht ausdrücklich widersprochen wird.

1.3 Individuelle schriftliche Vereinbarungen zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber gehen diesen AGB im Einzelfall vor.

1.4 Diese AGB gelten auch für Folgeaufträge, Zusatzaufträge und laufende Betreuungsverhältnisse, selbst wenn nicht nochmals ausdrücklich auf sie hingewiesen wird.

2. Leistungsgegenstand

2.1 Der Auftragnehmer erbringt insbesondere folgende Leistungen:

  • Konzeption, Design und Entwicklung von Websites und Landingpages,
  • technische Umsetzung insbesondere mit Webflow, HTML/CSS/JavaScript und verwandten Systemen,
  • Integration von Chatbots, KI-Assistenten, Automatisierungen und Schnittstellen,
  • Einbindung von Drittanbieter-Tools, APIs und SaaS-Diensten,
  • Optimierungen bestehender Websites oder Systemen,
  • Wartung, Support, Fehleranalyse und laufende Betreuung,
  • strategische, technische und gestalterische Beratung.

2.2 Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich ausschließlich aus dem jeweiligen Angebot, der Leistungsbeschreibung, dem Projektplan, einer schriftlichen Vereinbarung oder einer ausdrücklich bestätigten Leistungsaufstellung.

2.3 Sofern nichts anderes vereinbart wurde, schuldet der Auftragnehmer eine fachgerechte Erbringung der vereinbarten Leistungen, jedoch keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg, insbesondere keine garantierten Umsätze, Leads, Conversions, Rankings, Reichweiten, Öffnungsraten, Antwortquoten oder sonstigen Geschäftsergebnisse.

2.4 Leistungen im Bereich künstliche Intelligenz, Automatisierung und Chatbots beruhen teilweise auf Systemen und Modellen Dritter. Der Auftragnehmer schuldet daher insbesondere keine jederzeit fehlerfreie, inhaltlich perfekte oder vollständig unterbrechungsfreie Ausgabe solcher Systeme.

3. Angebote und Vertragsabschluss

3.1 Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet werden.

3.2 Ein Vertrag kommt zustande durch:

  • schriftliche Annahme eines Angebots,
  • Bestätigung per E-Mail oder Textform,
  • Beauftragung durch den Auftraggeber,
  • Beginn der Leistungserbringung durch den Auftragnehmer auf Wunsch des Auftraggebers,
  • Zahlung einer Anzahlung oder des vereinbarten Projektstarts.

3.3 Änderungen, Ergänzungen oder Erweiterungen des Leistungsumfangs nach Vertragsschluss bedürfen zumindest der Textform und können gesondert vergütet werden.

3.4 Kostenvoranschläge sind, sofern nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet, unverbindliche Schätzungen.

4. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

4.1 Der Auftraggeber hat alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Inhalte, Freigaben, Zugangsdaten, Materialien und Entscheidungen rechtzeitig zur Verfügung zu stellen.

4.2 Dazu gehören insbesondere:

  • Texte, Bilder, Logos, Markenunterlagen und Corporate-Design-Vorgaben,
  • technische Zugänge zu Domains, Hosting, CMS, Webflow, Botpress, E-Mail-Postfächern, APIs, Drittplattformen oder Werbekonten,
  • Ansprechpartner und Freigabepersonen,
  • rechtlich zulässige Inhalte und Nutzungsrechte an bereitgestellten Materialien.

4.3 Der Auftraggeber sichert zu, dass alle von ihm bereitgestellten Inhalte, Daten und Materialien frei von Rechten Dritter oder für den vereinbarten Zweck ausreichend lizenziert sind.

4.4 Verzögerungen, Mehraufwand oder zusätzliche Kosten, die durch unrichtige, unvollständige oder verspätet gelieferte Mitwirkung entstehen, gehen zulasten des Auftraggebers und können gesondert verrechnet werden.

4.5 Kommt der Auftraggeber seinen Mitwirkungspflichten trotz angemessener Aufforderung nicht nach, ist der Auftragnehmer berechtigt, vereinbarte Fristen entsprechend zu verschieben und den dadurch entstehenden Mehraufwand zusätzlich zu verrechnen.

5. Termine und Fristen

5.1 Angegebene Leistungs- und Liefertermine sind nur verbindlich, wenn sie schriftlich ausdrücklich als verbindlich vereinbart wurden.

5.2 Fristen beginnen grundsätzlich erst, wenn

  • der Vertrag wirksam zustande gekommen ist,
  • alle erforderlichen Unterlagen und Informationen vollständig vorliegen,
  • vereinbarte Anzahlungen vollständig eingegangen sind,
  • erforderliche Mitwirkungshandlungen des Auftraggebers erbracht wurden.

5.3 Verzögerungen aufgrund höherer Gewalt, technischer Störungen, Ausfällen von Drittanbietern, Hosting-Problemen, API-Änderungen, Plattformänderungen, Streiks, behördlicher Maßnahmen oder sonstiger nicht vom Auftragnehmer zu vertretender Umstände verlängern vereinbarte Fristen angemessen.

6. Fremdleistungen und Drittanbieter

6.1 Sofern zur Leistungserbringung Drittanbieter, Subunternehmer, Softwaredienste, Hosting-Anbieter, AI-Plattformen, Domain-Provider, Plugin-Anbieter oder API-Dienste eingesetzt werden, erfolgt deren Einbindung nach Wahl des Auftragnehmers oder nach gesonderter Vereinbarung.

6.2 Der Auftragnehmer schuldet nicht die dauerhafte Verfügbarkeit, Preisstabilität, Funktionsgleichheit oder Unveränderlichkeit von Leistungen Dritter.

6.3 Gebühren, Lizenzkosten, Nutzungsentgelte, API-Kosten, Hosting-Kosten, Domain-Kosten, Plattformgebühren oder sonstige Drittanbieter-Kosten sind vom Auftraggeber zu tragen, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

6.4 Der Auftragnehmer haftet nicht für Leistungsstörungen, Preisänderungen, Richtlinienänderungen, Sperren, Abschaltungen oder Funktionsänderungen von Drittanbietern, soweit diese nicht vom Auftragnehmer verursacht wurden.

7. Vergütung und Preise

7.1 Die Vergütung erfolgt nach Vereinbarung als

  • Fixpreis,
  • Stunden- oder Tagessatz,
  • Retainer / laufende Betreuung,
  • Paketpreis,
  • erfolgsunabhängige Projektpauschale.

7.2 Alle Preise verstehen sich, sofern nicht anders angegeben, in Euro. Bei Anwendbarkeit der Kleinunternehmerregelung wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen; andernfalls gelten Preise zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.

7.3 Zusatzleistungen, Änderungswünsche, nachträgliche Anpassungen, Korrekturschleifen außerhalb des vereinbarten Umfangs, Support außerhalb des vereinbarten Pakets oder Leistungen aufgrund unvollständiger Briefings werden gesondert verrechnet.

7.4 Der Auftragnehmer ist berechtigt, bei Projekten Anzahlungen, Teilzahlungen nach Projektfortschritt oder Abschlagszahlungen zu verlangen.

7.5 Sofern nichts anderes vereinbart wurde, sind Reisekosten, Barauslagen, Spesen, Drittanbietergebühren und besondere Fremdkosten gesondert zu vergüten.

8. Zahlungsbedingungen

8.1 Rechnungen sind, sofern nicht anders vereinbart, binnen 7 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig.

8.2 Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt,

  • Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu verrechnen,
  • Mahnspesen und zweckentsprechende Betreibungskosten geltend zu machen,
  • laufende Arbeiten, Support- oder Wartungsleistungen bis zur vollständigen Zahlung auszusetzen,
  • die Veröffentlichung oder Übergabe von Arbeitsergebnissen bis zur Zahlung zurückzuhalten, soweit dies gesetzlich zulässig ist.

8.3 Bei Teilzahlungen oder Projektphasen ist der Auftragnehmer nicht verpflichtet, mit der nächsten Phase zu beginnen, bevor die vorherige fällige Zahlung vollständig eingegangen ist.

8.4 Eine Aufrechnung durch den Auftraggeber ist nur mit rechtskräftig festgestellten oder vom Auftragnehmer ausdrücklich anerkannten Forderungen zulässig.

9. Leistungsänderungen und Change Requests

9.1 Änderungswünsche des Auftraggebers nach Projektbeginn sind gesondert zu vereinbaren.

9.2 Der Auftragnehmer ist berechtigt, für Änderungswünsche eine neue Aufwandsschätzung, Anpassung des Zeitplans und zusätzliche Vergütung anzusetzen.

9.3 Bis zur schriftlichen Bestätigung eines Change Requests ist der Auftragnehmer nicht verpflichtet, die gewünschte Änderung umzusetzen.

10. Abnahme und Freigabe

10.1 Sofern eine Abnahme vorgesehen oder nach Art der Leistung üblich ist, hat der Auftraggeber die erbrachte Leistung nach Übergabe unverzüglich zu prüfen.

10.2 Offensichtliche Mängel sind binnen 7 Kalendertagen ab Übergabe schriftlich zu rügen und konkret zu beschreiben.

10.3 Erfolgt innerhalb dieser Frist keine begründete Mängelrüge oder wird die Leistung produktiv genutzt, veröffentlicht, freigegeben oder an Dritte weitergegeben, gilt die Leistung als abgenommen.

10.4 Unwesentliche Mängel berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme.

10.5 Der Auftragnehmer ist berechtigt, in sich abgeschlossene Teilleistungen gesondert zur Abnahme vorzulegen.

11. Nutzungsrechte und geistiges Eigentum

11.1 Sämtliche Konzepte, Entwürfe, Designs, Texte, Codebestandteile, Skripte, Automationen, Chatbot-Flows, Prompts, Strukturen, Dokumentationen und sonstige Arbeitsergebnisse bleiben bis zur vollständigen Bezahlung im Eigentum des Auftragnehmers.

11.2 Mit vollständiger Bezahlung erhält der Auftraggeber an den individuell für ihn erstellten Leistungen ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares Nutzungsrecht im für den Vertragszweck erforderlichen Umfang, sofern nichts anderes ausdrücklich vereinbart wurde.

11.3 Eine Bearbeitung, Weitergabe, Unterlizenzierung, Vervielfältigung oder Nutzung über den vereinbarten Vertragszweck hinaus ist nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Auftragnehmers zulässig, soweit nicht zwingendes Recht entgegensteht.

11.4 Nicht übertragen werden insbesondere Rechte an:

  • allgemein verwendeten Methoden, Frameworks, Bausteinen, Libraries und Vorlagen,
  • vorbestehenden Bestandteilen des Auftragnehmers,
  • Open-Source-Komponenten und Drittanbieter-Software,
  • Standard-Workflows, Prompt-Strukturen und internen Entwicklungsprozessen.

11.5 Der Auftragnehmer ist berechtigt, im gesetzlich zulässigen Umfang auf seine Urheberschaft hinzuweisen und den Auftraggeber als Referenz zu nennen, insbesondere durch Nennung des Projekts, Darstellung von Screenshots, Verlinkung und allgemeine Leistungsbeschreibung. Dies gilt nicht, wenn der Auftraggeber schriftlich widerspricht oder überwiegende berechtigte Geheimhaltungsinteressen entgegenstehen.

12. Inhalte des Auftraggebers und Rechte Dritter

12.1 Der Auftraggeber ist allein dafür verantwortlich, dass die von ihm bereitgestellten Inhalte rechtlich zulässig sind und keine Rechte Dritter verletzen.

12.2 Dies gilt insbesondere für Texte, Bilder, Videos, Logos, Marken, Audiodateien, Datenbanken, Testimonials, Datenschutztexte, Impressumsangaben, Tracking-Setups, Werbeaussagen und sonstige Inhalte.

12.3 Der Auftraggeber hält den Auftragnehmer hinsichtlich sämtlicher Ansprüche Dritter schad- und klaglos, die aus einer Rechtsverletzung durch vom Auftraggeber bereitgestellte Inhalte oder angewiesene Integrationen resultieren.

13. Besondere Bestimmungen für Webdesign und Entwicklung

13.1 Der Auftragnehmer erstellt Websites und digitale Oberflächen auf Basis des vereinbarten Funktionsumfangs und Designs.

13.2 Soweit nicht anders vereinbart, umfasst die Leistung keine fortlaufende Wartung, Pflege, Sicherheitsupdates, rechtliche Prüfung, SEO-Dauerbetreuung, redaktionelle Betreuung, Barrierefreiheitsprüfung, Penetrationstests oder dauerhafte Kompatibilitätsgarantie.

13.3 Der Auftragnehmer schuldet keine Prüfung, ob die vom Auftraggeber gewünschte Website, deren Inhalte oder eingesetzte Tools allen rechtlichen Anforderungen genügen. Insbesondere bleiben Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Setup, Einwilligungsmanagement, Wettbewerbsrecht, Markenrecht, Barrierefreiheit und branchenspezifische Pflichten grundsätzlich Sache des Auftraggebers bzw. seiner Rechtsberatung, sofern keine gesonderte rechtliche Beratung ausdrücklich vereinbart wurde.

13.4 Browser-, Geräte- und Auflösungsoptimierungen erfolgen im branchenüblichen Rahmen. Eine identische Darstellung auf sämtlichen Endgeräten, Browsern, Betriebssystemen und zukünftigen Versionen wird nicht geschuldet.

14. Besondere Bestimmungen für AI-, Automatisierungs- und Chatbot-Leistungen

14.1 Leistungen im Bereich künstlicher Intelligenz, Sprachmodelle, Chatbots und Automatisierungen können probabilistische, unvollständige, fehlerhafte oder missverständliche Ergebnisse erzeugen. Der Auftragnehmer schuldet daher keine inhaltliche Unfehlbarkeit, rechtliche Eignung oder jederzeit korrekte Ausgabe.

14.2 Der Auftraggeber ist verpflichtet, automatisierte Antworten, Workflows, Formulare, Eskalationen, Datenflüsse und sonstige AI- oder Bot-Ausgaben vor Live-Schaltung ausreichend zu testen.

14.3 Der Auftragnehmer haftet nicht für Schäden, Fehlentscheidungen, Kommunikationsfehler, entgangene Geschäfte oder Falschinformationen, die aus der Nutzung eines Chatbots, AI-Systems oder automatisierten Workflows resultieren, sofern kein vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten des Auftragnehmers vorliegt.

14.4 Sofern personenbezogene Daten durch Bot-, AI- oder Automatisierungssysteme verarbeitet werden, bleibt der Auftraggeber datenschutzrechtlich Verantwortlicher, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

14.5 Der Auftraggeber ist dafür verantwortlich, die für seine konkrete Nutzung erforderlichen rechtlichen Informationen, Einwilligungen, Datenschutzhinweise, AV-Verträge und internen Prozesse bereitzustellen und rechtlich prüfen zu lassen.

15. Wartung, Support und laufende Betreuung

15.1 Wartungs-, Support- oder Retainer-Leistungen werden nur geschuldet, wenn sie ausdrücklich vereinbart wurden.

15.2 Sofern nicht anders vereinbart, bestehen keine garantierten Reaktions-, Wiederherstellungs- oder Verfügbarkeitszeiten.

15.3 Support umfasst grundsätzlich nur den vereinbarten Leistungsumfang und keine Erweiterungsentwicklung, strategische Beratung außerhalb des vereinbarten Umfangs oder Fehlerbehebung bei Drittanbietern.

15.4 Der Auftragnehmer ist berechtigt, Wartungsfenster, Updates, technische Anpassungen und sicherheitsbedingte Änderungen im sachlich erforderlichen Umfang vorzunehmen.

16. Gewährleistung

16.1 Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen, soweit in diesen AGB zulässigerweise nichts Abweichendes geregelt ist.

16.2 Der Auftraggeber hat Mängel unverzüglich schriftlich anzuzeigen und nachvollziehbar zu dokumentieren.

16.3 Bei berechtigten und fristgerecht gerügten Mängeln hat der Auftragnehmer das Recht auf Verbesserung oder Austausch innerhalb angemessener Frist.

16.4 Liegt der Mangel in einem Drittanbieter-Dienst, Hosting-Problem, API-Ausfall, Browser-Update, geänderten Plattformrichtlinien, vom Auftraggeber vorgenommenen Änderungen oder fehlerhaften Inhalten des Auftraggebers, liegt kein vom Auftragnehmer zu vertretender Mangel vor.

16.5 Für nur unerhebliche Abweichungen, bloß subjektive Gestaltungsbewertungen oder geringfügige, den Vertragszweck nicht beeinträchtigende Mängel besteht kein Gewährleistungsanspruch.

17. Haftung

17.1 Der Auftragnehmer haftet für Schäden nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Bei Personenschäden und nach zwingendem Recht haftet der Auftragnehmer auch bei leichter Fahrlässigkeit.

17.2 Bei leichter Fahrlässigkeit ist die Haftung – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.

17.3 Eine Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden, Folgeschäden, Datenverluste, Produktionsausfälle, Reputationsschäden, ausgebliebene Leads, unterbliebene Conversions oder erwartete Einsparungen ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.

17.4 Soweit gesetzlich zulässig, ist die Gesamthaftung des Auftragnehmers der Höhe nach mit dem Netto-Auftragswert des betroffenen Projekts bzw. bei laufenden Verträgen mit dem durchschnittlichen Netto-Entgelt der letzten drei Monate begrenzt.

17.5 Der Auftragnehmer haftet nicht für Schäden, die aus

  • unsachgemäßer Nutzung durch den Auftraggeber,
  • eigenmächtigen Änderungen,
  • Sicherheitslücken bei Drittanbietern,
  • Ausfällen externer Dienste,
  • unrichtigen Eingaben,
  • unterlassenen Backups,
  • fehlenden Freigaben oder Prüfungen des Auftraggebers

resultieren.

18. Vertraulichkeit

18.1 Beide Parteien verpflichten sich, alle ihnen im Rahmen der Geschäftsbeziehung bekannt werdenden vertraulichen Informationen geheim zu halten und nicht unbefugt an Dritte weiterzugeben.

18.2 Als vertraulich gelten insbesondere Angebote, Kalkulationen, Zugangsdaten, Projektunterlagen, Strategien, Kundendaten, technische Setups, Automatisierungslogiken, Prompt-Strukturen, Quellcodes, Geschäftsmodelle und interne Prozesse.

18.3 Diese Verpflichtung gilt auch über das Vertragsende hinaus.

19. Datenschutz

19.1 Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in der Datenschutzerklärung des Auftragnehmers.

19.2 Soweit der Auftragnehmer personenbezogene Daten im Auftrag des Auftraggebers verarbeitet, schließen die Parteien – sofern erforderlich – einen gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO.

19.3 Der Auftraggeber bleibt für die Rechtmäßigkeit der von ihm veranlassten Datenverarbeitung, die Information betroffener Personen, die Einholung allfälliger Einwilligungen und die Zulässigkeit seiner Inhalte und Prozesse verantwortlich, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

20. Rücktritt, Kündigung und vorzeitige Beendigung

20.1 Beide Parteien können Dauerschuldverhältnisse unter Einhaltung der vereinbarten Frist ordentlich kündigen.

20.2 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

20.3 Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn

  • der Auftraggeber trotz Mahnung mit einer fälligen Zahlung in Verzug gerät,
  • erforderliche Mitwirkungshandlungen nachhaltig unterbleiben,
  • gegen wesentliche Vertragspflichten verstoßen wird,
  • eine Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unzumutbar ist.

20.4 Im Fall einer vorzeitigen Beendigung sind bis dahin erbrachte Leistungen, angefallene Aufwände, reservierte Kapazitäten sowie nicht mehr stornierbare Fremdkosten vom Auftraggeber zu vergüten.

20.5 Bereits begonnene Projektphasen können anteilig oder nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet werden.

21. Höhere Gewalt

21.1 Keine Partei haftet für Verzögerungen oder Leistungsstörungen, die durch Ereignisse außerhalb ihres zumutbaren Einflussbereichs verursacht werden.

21.2 Dazu zählen insbesondere Naturereignisse, Krieg, behördliche Maßnahmen, Blackouts, Ausfälle von Telekommunikations- oder Cloud-Infrastruktur, Cyberangriffe, Streiks, Pandemien sowie Ausfälle wesentlicher Drittanbieter.

22. Schlussbestimmungen

22.1 Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen und – soweit zulässig – des UN-Kaufrechts.

22.2 Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis ist, soweit gesetzlich zulässig, das sachlich zuständige Gericht in Wien.

22.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt eine solche als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.

22.4 Änderungen und Ergänzungen dieser AGB sowie Nebenabreden bedürfen zu ihrer Wirksamkeit zumindest der Textform.

23. Hinweis für Verbraucher

23.1 Diese AGB sind primär auf Verträge mit Unternehmern ausgerichtet.

23.2 Bei Verträgen mit Verbrauchern gelten zwingende gesetzliche Bestimmungen, insbesondere des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) und – soweit anwendbar – des Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetzes (FAGG), vorrangig vor entgegenstehenden Bestimmungen dieser AGB.

23.3 Klauseln, die gegenüber Verbrauchern gesetzlich unzulässig sind, gelten gegenüber Verbrauchern nicht; an ihre Stelle treten die einschlägigen gesetzlichen Regelungen.